Unterrichtsorganisation im Spannungsfeld vielfältigster
Förderbedürfnisse und anderer Rahmenbedingungen
Forum Ulm 17.11.2000
Kurzbeschreibung
Gewählte Formen der Unterrichtsorganisation spiegeln
wichtige Teile des pädagogischen Konzepts einer Schule
wider. Das übergeordnete Prinzip So viel Gemeinsamkeit
wie möglich, so viel FürSich-Sein wie nötig
, soll auf dem Hintergrund der Variablen Schüler,
Lehrer, Eltern, Räumlichkeiten
genauer betrachtet werden. Die aufgrund eines angestrebten
Meinungsaustausches andiskutierten Sichtweisen und vorgenommenen
Wertungen haben entscheidend Einfluß darauf, wie vielfältig
und förderlich Einlösungsmöglichkeiten bei
der Unterrichtsorganisation an der je einzelnen Schule sein
können.
Vortrag
Vor genau 25 Jahren wurde das Schulgesetz in Baden-Württemberg
geändert. Der Begriff der Bildungsunfähigkeit wurde
gestrichen. Schon vor diesem Zeitpunkt wurden Schülerinnen
und Schüler an den Schulen für Körperbehinderte
aufgenommen, die uns in ihrem Erscheinungsbild, in ihrer Besonderheit
in bezug auf Behinderung und Förderbedürfnisse und
dem, was schulisches Lernen sein soll, doch sehr unvertraut
waren.
Wir stellen uns z.B.
| Fragen
zur Schülerin |
Fragen
an uns als LehrerInnen |
|
- Was nimmt Christa wahr?
- Hört sie uns, sieht sie uns?
- Wie ist sie zu lagern?
- Welches ist das Material, auf das sie am besten anspricht?
- Warum reagiert sie so wenig auf die Angebote der basalen
Stimulation?
|
- Wie kann ich ihr die Situation so vertraut machen,
daß sie sich öffnet?
- Wo ermögliche ich ihr eigene Aktivitäten?
- Wie können diese aussehen?
- Sind die Angebote der basalen Stimulation überhaupt
so richtig angewandt, wenn ich sie in der Einzelförderung
erst hart und dann weich abreibe, um sie dann anschließend
auf den Arm zu nehmen und mit ihr ein Schwätzchen
halte?
|
Es folgte eine intensive Auseinandersetzung mit folgender
Frage:
oder
-
Geht es nicht doch um Angebotsformen, dialogisch geprägter
Art, die es dem Schwerstmehrfachbehinderten ermöglichen,
zu einer individuell ausgeprägten, eigenaktiven Teilnahme
und Entscheidungsmöglichkeit im gemeinsamen Tun und
Erleben - auf dem Stand der jeweiligen Entwicklung
zu kommen.
Die Diskussion um diese zentralen Fragen der Förderbedürfnisse
Schwerstmehrfachbehinderter haben viel Zeit - an die 10 Jahre
- in Anspruch genommen, bis entsprechende Klärungen an
den Schulen erfolgt sind.
Heute ist es im Großen und Ganzen keine Frage mehr,
welche Förderbedürfnisse anstehen, welche Ziele
verfolgt werden, und vor allem ist es keine Frage mehr, das
Förderbedürfnisse Schwerstmehrfachbehinderter in
der Schule einlösbar sind und dort der Ort ihrer Förderung
ist. Eine Vielzahl von Fortbildungen an den staatlichen Akademien
und im regionalen Bereich sowie entsprechende Veröffentlichungen
( OSA-Stuttgart Paper 1994/MKS Broschüre 1999/MKS
Position 9/2000) haben hier viel bewegt.
Deutlich zeitversetzt begann nach der Suchphase im methodisch-didaktischen
Bereich die Integrationsdiskussion und die Auseinandersetzung
mit der als belastend erlebten Lehrerrolle die Diskussion
an den Schulen zu bestimmen. Die Frage nach der Unterrichtsorganisation
unter Berücksichtigung der Anliegen und Bedürfnisse
der Schwerstmehrfachbehinderten wie ihrer LehrerInnen schob
sich in den Vordergrund.
Waren die Schüler zunächst in den meisten Schulen
in separaten Abteilungen und Klassen zusammengefaßt,
wurden zunehmend Schwerstmehrfachbehinderte in vielen Schulen
in heterogen gemischten Gruppen gefördert. Dies geschah
auf dem Hintergrund
- der
konkreten Beobachtung, das ein Teil dieser Schülerinnen
und Schüler durchaus sinnstiftend am Unterrichtsgeschehen
mit deutlich besseren Schülern teilnehmen kann
- einer
am Alltag orientierten inhaltlichen Ausrichtung
- der
Entlastungsfunktion für LehrerInnen.
In diesem Zusammenhang haben sich an den einzelnen Schulen
die unterschiedlichsten Organisationsformen herausgebildet,
um z.B. den unterschiedlichen Rhythmen von Anregungs- und
Entspannungsphasen sowie der Notwendigkeit der Berücksichtigung
der individuellen pflegerischen Bedürfnisse gerecht werden
zu können. Über viele Jahre bis zum heutigen Tag
gibt es diese unterschiedlichen Formen der Unterrichtsorganisation:
Von durchgängig separaten Klassen von Schwerstmehrfachbehinderten
über das Blockteam-Modell aus Langensteinbach bis hin
zu deren vollständigen Integration in bestehende Klassen,
die dann eine sehr hohe Heterogenität aufweisen. Innerhalb
dieser Spannbreite hat aber folgender Leitsatz ( geprägt
in der SfK Langensteinbach) zu einer differenzierten Betrachtung
und einer sinnstiftenden Form von teilweise gemeinsamem Unterrichts
geführt:
So viel Gemeinsamkeit wie möglich, so viel Für-Sich-Sein
wie nötig
Im folgenden will ich den Weg der Schule für Körperbehinderte
Stuttgart nachzeichnen, wie hier mit diesen Fragen/dieser
Aussage umgegangen wurde und welche Lösungen wir für
uns gefunden haben. Zum Verständnis ist dabei zweierlei
erforderlich zu wissen:
- Wir
hatten von Anbeginn bis heute Klassen allein mit Schwerstmehrfachbehinderten
- Wir
haben den Begriff Schwerstmehrfachbehindert
bis heute sehr, sehr eng gefaßt. Motorisch schwerst
beeinträchtigte Kinder und Jugendliche, die Anzeichen
von Gruppenfähigkeit zeigen, die bei fehlender Sprechfähigkeit
Ansätze von Sprachverständnis und eindeutiger
nonverbaler Kommunikation zeigen, gehören für
uns nicht zum Kreis der Schwerstmehrfachbehinderten.
Die Schule hatte bis zum Schuljahr 1993/94 keine vertiefte
Diskussion über die Frage geführt, ob es sinnvoll
ist, schwerstmehrfachbehinderte Schülerinnen und Schüler
in Regelklassen zu integrieren oder nicht. Die Erarbeitung
individueller Fördermöglichkeiten auf dem Hintergrund
unterschiedlichster didaktischer wie methodischer Ansätze
stand viele Jahre im Vordergrund. Es gab aber immer wieder
wohlüberlegte Projekte im hauswirtschaftlichen und musischen
Bereich, in denen SchülerInnen mit deutlich eingeschränkten
Lernmöglichkeiten mit ausgewählten schwerstmehrfachbehinderten
SchülerInnen gemeinsam unterrichtet wurden. Initiiert
wurde dies vor allem von KlassenlehrerInnen der Schwerstmehrfachbehinderten
und den in diesen Klassen tätigen SonderschullehrerInnen,
die Kontakte mit denjenigen Klassen oder Arbeitsgemeinschaften
herstellten, in denen sie auch noch tätig waren.
Im Laufe des Schuljahres 1993/94 wurde die Diskussion innerhalb
der Lehrerschaft, die für diese SchülerInnen verantwortlich
war, vertieft. Diverse Diskussionsrunden erbrachten - kurz
skizziert Überlegungen und Aussagen zu folgenden
Aspekten:
1. Ebene der schwerstmehrfachbehinderten SchülerInnen
· Bedingungen, damit schwerstmehrfachbehinderte SchülerInnen
lernen können: Vertraute Bezugspersonen, vertraute Umgebung,
strukturierte Situationen, Regelmäßigkeit in den
Angeboten, Rückzugsmöglichkeiten.
=> Nur wenn der individuelle Entwicklungsstand beachtet
wird, kann lernen erfolgreich sein
· Klären der individuellen Bedürfnisse (Vorlieben,
Möglichkeiten, Probleme) der SchülerInnen ist nötig
als Ausgangspunkt für alle weiteren Überlegungen.
=>Zielsetzungen können dann abgeleitet werden
· Im Zusammensein der verschiedenen Gruppen sollte
der Aspekt des Neuen, nicht immer verfügbaren ( = Ungleichgewicht)
vorhanden sein , damit Begegnung als etwa besonders erlebt
wird.
2. Ebene der LehrerInnen
· Wunsch nach Integration/Kooperation und deren mögliche
Begründungen:
· Unterricht wird lebendiger, es besteht mehr Abwechslung;
LehrerInnen werden mehr gefordert. ABER auch : Unterricht
muß sehr differenziert vorbereitet werden, um allen
Beteiligten gerecht zu werden; viele Absprachen notwendig
- hoher Zeitaufwand.
· Psychische Belastung wird reduziert z.B. durch mehr
direkte Rückmeldungen durch die SchülerInnen, mehr
Kontakt zu anderen Lehrerinnen, mehr Ansprache;
· ABER ebenso wird gesehen:
· fitere Schüler haben deutlich mehr
Ansprüche bzgl. Lernangebot; es treten möglicherweise
Verhaltensprobleme, Hyperaktivität usw. auf.
· Die Gefahr, daß schwächere Schüler
zu kurz kommen, wird ebenso als Belastung artikuliert
· Physische Belastung wird reduziert durch Schüler,
die weniger körperliche Unterstützung brauchen.
3. Ebene der Organisation/Rahmenbedingungen
· Möglichkeiten der Begegnung schaffen.
· räumliche Nähe / Frage der Zimmerbelegungen
· Gespräche mit Kollegen der Abt.I ( in der Abt.
I sind alle SchülerInnen außer den Schwerstmehrfachbehinderten
zusammengefaßt)
· Verschiedene Arten von Kooperation überlegen
4. Ebene der Eltern
· Das Repertoire der traditionellen Elternrolle reicht
zur Einschätzung der Situation der schwerstmehrfachbehinderten
Kindes nicht aus; Unsicherheit und Hilflosigkeit im Umgang
mit schwerster Behinderung stehen im Vordergrund.
· Die Eltern kennen nur trad. Schule aus der eigenen
Erfahrung; sie haben keine Vorstellung von unserer Arbeit.
· Die Eltern schätzen den Entwicklungsstand ihrer
schwerstbehinderten Kinder oft höher ein als die LehrerInnen
(emotionale Gründe; Überinterpretation...)
· Mein Kind lernt durch fitere Kinder mehr;
aber: Nachahmung ist erst ab bestimmten Entwicklungsalter
möglich.
· Mein Kind wird normaler, wenn es mit
eher normalen Kindern zusammen ist( unbewußter
Gedanke);
· Verdrängung der Schwere der Behinderung ist
eher möglich, wenn die Umgebung normal ist
- das Leiden wird reduziert.
· Es wird die PROBLEMATIK auch in Bezug auf
LehrerInnen - gesehen: Je normaler das Kind ist,
desto besser , wertvoller ist es,
d.h. der Wert des Menschen hängt vom Grad seiner Normalität
ab; es entwickelt sich ein Zwang zur Anpassung, zum Unauffälligsein.
Dadurch erfolgt eine Abwertung des Andersseins obwohl es normal
ist, verschieden zu sein.
Deutlich wurde damit u.a. auch
1. Das pädagogische Konzept einer Schule sollte bestimmt
werden durch die
· Grundlegenden Förderbedürfnissen der einzelnen
schwerstmehrfachbehinderten SchülerIn und
gebunden an das Zusammenspiel
· der pädagogischen Sichtweisen sowie den physischen
und psychischen Belastungsgrenzen der LehrerInnen
· der Offenheit derjenigen Kolleginnen, die nicht in
diesem Bereich arbeiten
· dem Lernvermögen der vorhandenen Klassen an
der Schule (der Streuung der Lernmöglichkeiten der Schüler
an der Schule insgesamt)
· den Sichtweisen der Eltern
· den vorhandenen Räumlichkeiten/Toilettenplätze
usw.
2. Begegnung wird erleichtert durch räumliche Nähe;
3. Integration ist nicht zwangsläufig gut. Die Form der
Umsetzung ist abhängig von den Bedürfnissen des
einzelnen Kindes. Es ist Aufgabe der LehrerInnen, diese zu
erkennen und entsprechend das Lernumfeld zu gestalten.
Aufgrund dieser Diskussionen wurden dann in den folgenden
Schuljahren bereits in der Planungsphase räumliche Nähe
und stundenplanmäßige Parallelisierungen realisiert,
um z.B. im Morgenkreis oder in den Bereichen Musik und Hauswirtschaft
Schwerstmehrfachbehinderte gemeinsam mit weniger stark Behinderter
stundenweise unterrichten zu können, dies vor allem im
Zusammenhang mit Primar- bzw.
Praxisstufenklassen. Videoaufzeichnungen gemeinsamen Unterrichts
wurden gefertigt und in den Teams ausgewertet. Erfahrungen
ausgetauscht. Der Wunsch nach vermehrten Angeboten aufgrund
positiver Bewertungen einerseits wie vermehrten physischen
und psychischen Belastungen andererseits führte im Frühjahr
1996 zu vielfältigen weiteren Überlegungen. In einer
Reihe von Teamsitzungen, Gesprächsrunden mit der Schulleitung,
einem speziellen Pädagogischen Tag zum Thema Kooperation
für alle beteiligten KollegInnen sowie Diskussionen mit
Eltern wurden die Möglichkeiten und Grenzen der gemeinsamen
Unterrichtung schwerstmehrfachbehinderter SchülerInnen
mit den anderen SchülerInnen ausgelotet und auf ihre
Realisierbarkeit hin überlegt. Auf dem Hintergrund der
Überlegungen zwei Jahre zuvor, wurden die gemachten Erfahrungen
reflektiert, in ihrer Vielfalt wie in ihrer - auch unterschiedlichen
- Bewertung vorgestellt und Absprachen für die zukünftige
Vorgehensweise getroffen.
Zentrales Fazit für unsere Schule war und ist es noch
heute:
- Es
wird keine durchgängige Integrationslösung angestrebt.
- Es
wird kein Gesamtmodell einer Kooperationsform zwischen den
Klassen der Schwerstmehrfachbehinderten und den Regelklassen
der Schule geben.
- Einer
Vielzahl von Kooperationsformen innerhalb der Schule wird
der Vorzug gegeben. Diese Sichtweise wird mit dem Begriff
Innerschulische Kooperation (ISK) umschrieben
- Mit
möglichst vielen Klassen sind Begegnungsmaßnahmen
im Sinne der innerschulischen Kooperation zu vereinbaren.
- Die
Umsetzung erfolgt auf freiwilliger Basis
Grafisch lassen sich die von uns berücksichtigten Entscheidungsebenen
und ihre Verknüpfung wie folgt darstellen. Dabei ist
durchaus bewußt der einzelne Schwerstbehinderte an die
Spitze der Überlegungen gestellt.
Zu 1.
· individuelle Betrachtung des Einzelfalls bei sensibler
Beachtung der Reaktionen auf Begegnung (Mimik; Gestik; Augen;
Körperspannung, Puls usw.)
· zeitliche Begrenzung der Begegnung und Berücksichtigung
des aktuellen Befindens
· Rückzugsmöglichkeiten bereit stellen
· Begegnung ist nicht ein Muß, daß zeitlich
fixiert ist und starr eingehalten wird, sondern an der aktuellen
Befindlichkeit und Situation des je einzelnen Kindes orientiert
· in Begegnungssituationen ist eine positives Entwicklungsgefälle
von entscheidender, gestaltender und sinnstiftender Wirkung:
Es hat sich gezeigt, daß im Bereich der Primarstufe
auch eine Kooperation mit leistungsfähigen Schülern
eine gute Basis darstellt, während im Oberstufen- und
Praxisstufenbereich das gemeinsame Lernen und Erleben eher
mit erheblich lernbeeinträchtigten Schülerinnen
und Schülern sinnvoll gestaltet werden kann.
· Begegnungssituationen sind immer dann wirkungsvoll,
wenn sie in einem leistungsfreien, auf gemeinsames Erleben
und Gestalten ausgerichteten Rahmen angeboten werden
· Begegnung ist geplant und zeitlich abgestimmt auch
auf die Bedürfnisse der Begegnungspartner
· Begegnung ist zu ritualisieren
· Begegnung ist durch Gruppenbildung zu unterstützen,
in denen Partner von Schwerstbehinderten bestimmte Aufgaben
in der Zusammenarbeit/Betreuung mit diesen erhalten (z.B.
in den Pausenzeiten)
· Begegnung geschieht nicht allein dadurch, dass man
beieinander ist
(z.B. beim Kochen, im Sport, im Musikunterricht)
· Begegnung ist besser aufrecht zu erhalten , sie nährt
sich selbst und wird selbstverständlicher wie auch spontaner,
wenn räumliche Nähe gegeben ist.
· Begegnungen mit Schwerstbehinderten muß unterrichtlich/reflektorisch
begleitet werden, um echtes Verständnis aufzubauen
Zu 2.
In Stuttgart
· Alle Schwerstmehrfachbehinderten sind in separaten
Klassen untergebracht
· Ein Teil der Klassen der Schwerstmehrfachbehinderten
sind räumlich benachbart zu einer Kooperationsklasse
untergebracht
· Die Schwerstmehrfachbehinderten einer Klasse haben
individuelle Kooperationsangebote mit einer Partnerklasse
(trifft z.Z. auf 5 von 7 Klassen zu)
· Eine SMB - Klasse hat wöchentlich als Ganzes
ein oder mehrere Kooperationsblöcke mit einer Regelklasse
(trifft auf 3 von 7 Klassen zu)
· Zwischen den SMB-Klassen besteht eine enge Kooperation
mit dem Ziel, Kleingruppen von SchülerInnen mit ähnlichen
Förderbedürfnissen zusammenzustellen, um diesen
entsprechende Angebote machen zu können
An anderen Schulen u.a.:
· Blockteam
· alle Schwerstmehrfachbehinderten sind in den Regelklassen
der Schule integriert
Zu 3.
· Regelmäßig gemeinsamer Morgenkreis in
der Regelklasse oder in der Gruppe der Schwerstmehrfachbehinderten
· Regelmäßige Teilnahme Einzelner oder einer
ganzen Gruppe Schwerstmehrfachbehinderter an ausgesuchten
Unterrichtsfeldern (Kochen/Bewegungslandschaft/Musik/Bildhaftem
Gestalten/Zirkus)
· Individuell ausgehandelte Teilnahme einzelner Schwerstmehrfachbehinderter
an einer Arbeitsgemeinschaft
· In den Projektgruppen der Praxisstufe sind die Schwerstmehrfachbehinderten
dieser Altersstufe integriert
· Gemeinsame Woche im Waldheim (Regelklasse mit einer
Klasse mit Schwerstmehrfachbehinderten)
· Gemeinsame Übernachtungen im Schulhaus
· Gemeinsame Schullandheimaufenthalte
Zu 4.
· Unterstützung der Innerschulischen Kooperation
in den Planungsbereichen Raumbelegung und Lehrerversorgung
(Teambildung)
· Unterstützung in der Parallelisierung von Stundenplänen
· Auswertungsgespräche
Die Vielzahl der Einlösungsmöglichkeiten ist enorm,
sie ist flexibel und in sich ausgerichtet, den Schwerstmehrfachbehinderten
ins Zentrum der Überlegungen zu stellen, ohne dem Zwang
ausgesetzt zu sein, eine bestimmte Unterrichtsorganisation
für alle diese Schüler vorzuschreiben. In diesem
Sinne ist unser Motto eher:
*) Gemeinsam , wo sinnvoll für alle möglich,
getrennt, wo sinnvoll und notwendig
Thomas Hofmann
Schule für Körperbehinderte Stuttgart
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