"... alle Kinder alles lehren!"
Perspektiven der Erziehung und Bildung von Schülerinnen
und Schülern mit schwerer und mehrfacher
Behinderung
Internationaler Kongress an der Pädagogischen
Hochschule Heidelberg
26.-28. September 2002
Vorankündigung und Call for papers
Vom 26. bis 28. September 2002 veranstaltet die
Abteilung Geistig- und Mehrfachbehinder-tenpädagogik
der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gemeinsam
mit der Bundesvereini-gung Lebenshilfe für
Menschen mit geistiger Behinderung e.V. und dem
Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte
e.V. einen internationalen Kongress, der sich
interdisziplinär mit den Perspektiven der
schulischen Bildung von Menschen mit schwerer
und mehrfacher Be-hinderung befassen wird.
Seit ca. 30 Jahren besuchen Kinder und Jugendliche
mit schwerer und mehrfacher Behinderung Schulen
unseres ausdifferenzierten Bildungswesens. In
den letzten Jahren hat die Zahl dieser Schülerinnen
und Schüler in allen Bundesländern zugenommen
und die Schulen vor neue Auf-gaben gestellt. Kritische
Analysen der Erziehungs- und Bildungsrealität
schwer- und mehrfach-behinderter Kinder bezweifeln
zwischenzeitlich deren angeblich gelungene Integration
in unser Schulwesen und stellen darüber hinaus
die Eignung und tatsächliche Nutzung vorhandener
päda-gogischer und anderer Konzepte in Frage.
Wenn wir auch zukünftig "alle Kinder
alles lehren!" (COMENIUS) wollen, dann ist
es an der Zeit theoretische und praktische Perspektiven
der Erzie-hung und Bildung von Schülerinnen
und Schülern mit schweren und mehrfachen
Behinderungen aufzuzeigen, weiterzudenken und
schulisch umzusetzen.
Angesprochen sind vor allem Lehrkräfte und
Eltern von Kindern mit schwerer und mehrfacher
Behinderung, Lehrende und Studierende der Sonderpädagogik
sowie Personen aus Schulleitung und verwaltung.
Der Kongress wird mit mehr als 60 erziehungspraktischen
und fachwissenschaftlichen Beiträgen aus
unterschiedlichen Perspektiven unter Einbeziehung
neuer Forschungsergebnisse einen Ein- und Überblick
über die aktuelle Bildungs- und Erziehungswirklichkeit
von Schülerinnen und Schülern mit schwerer
und mehrfacher Behinderung geben. Er soll damit
zur Weiterentwicklung des Bildungs- und Erziehungsangebots
beitragen.
Im Mittelpunkt der Tagung stehen folgende Themenschwerpunkte:
- Mehrfachbehinderung
- Konzepte
und Praxis der Erziehung und Bildung
- Integration
und Kooperation
- Situation
von Schülerinnen und Schülern mit
schwerer und mehrfacher Behinderung aus internationaler
Sicht
- Interdisziplinarität
Zu allen Themenbereichen werden Hauptvorträge,
Impulsreferate, Workshops und Posterpräsen-tationen
angeboten.
Als Referentinnen und Referenten haben bereits
namhafte nationale und internationale Vertre-ter
und Vertreterinnen aus Theorie und Praxis ihre
Teilnahme und Mitwirkung am Kongress zugesagt
(u.a. M. BENZ, G. BESEMS, C. BIENSTEIN, M. BREITINGER,
A. BÜRLI, S. DANK, W. EH-WALD, G. FEUSER,
E. FISCHER, B. FORNEFELD, A. FRÖHLICH, M.
HAHN, U. HAUPT, N. HEINEN, A. HINZ, K.-L. HOLTZ,
W. JANTZEN, K.-H. JETTER, J. F. KANE, TH. KLAUß,
W. LAMERS, A. LICHTENBERG, W. MALL, H. MÜHL,
L. NIELSEN, W. PRASCHAK, P. RÖDLER, M. SEIFERT,
TH. VAN VUGT).
Die Veranstalter möchten weitere WissenschaftlerInnen
sowie Lehrkräfte, TherapeutInnen, El-tern
und Arbeitsgruppen, die ihre Erfahrungen, Erkenntnisse
und Visionen zur Thematik beitragen können,
einladen, diese in einem Impulsreferat (ca. 30
Min.) und/oder in einem Workshop (2 Stunden) oder
als Posterpräsentation vorzustellen. Bitte
setzen Sie sich bis zum 28.03. 2002 mit uns in
Verbindung.
Information, Tagungsorganisation und Anmeldung
:
Frau Selke
Institut für Weiterbildung
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Keplerstr. 87
69120 Heidelberg
Tel 06221/ 477 522
Fax: 06221/ 477437
E-Mail: ifw@ph-heidelberg.de
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