Förderung gestern heute - morgen (Forum 2000
in Ulm)

In den verschiedenen Aktionsräumen präsentierten
Vertreter der Eltern, des Sonderpädagogischen Fachseminars,
aus Kollegien von Schulen für Körperbehinderte und
Schulen für Geistig- und Körperbehinderte und Heimsonderschulen
Sichtweisen, Ansichten, Denkweisen und Überlegungen zu
der Themenstellung Förderung gestern? Heute?
- Morgen?
In den Aktionsräumen waren die Besucher in Fragestellungen,
Diskussionen, Rollenspiele und ins Planen miteinbezogen. Schautafeln,
Videowände, fantasievoll gestaltete Nachdenk-Objekte
und Baukästen der Schulentwicklung informierten und regten
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum entwickeln eigener
Vorstellungen und Aussagen an.

Die Darstellung des Gestern war geprägt
vom Heilen und Pflegen hin zu einer medizinisch-pädagogischen
Förderung. Das Menschenbild der Behinderung als unheilbare
Krankheit verlangte nach Unterbringung in geschlossenen Häusern,
Anstalten. Eine versuchte medizinische Behandlung und Pflege
konnte oftmals häufige Folge-erscheinungen z.B.
Hospitalisierung und Deprivation nicht vermeiden.
(An dieser Stelle fehlt ein Bild, dass Sie jedoch im entsprechenden
Word-Dokument
finden, Größe 4.85MB!)
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Soziale Euthanasie durch Hunger, Armut und durch unzureichende
medizinische Versorgung wurde im prosperierenden Deutschland
zwischen den Weltkriegen durch medizinische Euthansie
und planmäßige Ausrottung durch industrielle
Verfahren ersetzt.
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Modelle, Fotos und Material zur Inspiration bot
den Teilnehmern eine Möglichkeit, über
eine Entwicklung der Förderung von Kindern
und Jugendlichen mit schweren Mehrfachbehinderungen
von gestern zum Heute nachzudenken.
Schulische Eingliederung zunächst in Schulen
für Körperbehinderte später in
Schulen für Geistig- und Körperbehinderte
veränderten Förderung bzw. ermöglichten
diese auf dem Hintergrund einer pädagogisch-therapeutisch-medizi-nischen
Ausrichtung.
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In der kollegialen Begeg-nung konnten persönliche
Sichtweisen und eigene Erfahrungen im Gespräch
ausgetauscht werden.
Durch professionell ausgebildete Fachkräfte
als Teil der staatlichen Versorgung begann Schule
in den 60er und Anfang der 70er zu Fördern:
sonderpädagogische Förderung heute
beginnt.
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Moderne Schule heute zeigt sich als kooperative Fördereinrichtung
mit vielen und vielschichtigen professionellen Angeboten für
Kinder und Jugendliche mit schweren Mehrfachbehinderungen.
Die Darstellung Sichtweisen, Standpunkte der betrachtung
und Einschätzung und praktische Beispiele aus dem Unterrichtsalltag
prägten das Darstellungsbild des heute.
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Über Bild- und Videoeinspielung konnten Meinungen
und Konzepte von Sonderpädagogen, Therapeuten sowie
verschiedener MitarbeiterInnen von schulischen Teams
eingespielt werden.
In Gesprächskreisen wurden Ansätze der Förderung
und unterschiedliche Organisations- modelle und Konzeptionen
der verschiedenen Einrichtungen und Schulen diskutiert
und bewertet.
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Morgen: welche Entwicklungsschritte wird die Förderung
von Kindern und Jugendlichen mit schweren Mehrfachbehinderungen
machen ?
Wie wird sich die personale Zusammenarbeit in Zukunft gestalten?
Wie werden die Partner Eltern Schule Ämter
Ärzte zusammenarbeiten? Welche Formen einer nachschulischen
Förderung wird es in Zukunft geben? Wie sollten Schulkonzepte,
vorschulische Förderung und Zusammenwirken optmimiert
und überarbeitet werden? Fragen nach einer zukünftigen
Förderung, nach verschiedenen Formen und Aspekten. Teilnehmer
und Teilnehmerinnen wirkten als Konstrukteure der Förderung
von morgen und erarbeiteten Bausteine einer Zukunft.
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Wie kann eine moderne, die Förderung optimierende
Schule morgen aussehen?
Diese Frage stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
gemeinsam mit den Referenten. In Form von Baukästen
und einer Schule von morgen konnten verschiedene und
individuelle Konzeptüberlegungen durchdacht werden.
Schüler als Zielgruppe der Förderbemühungen
verschiedenster Dienste und Professionen wurden unter
den Fragestellungen wieviel Angebote von wem?
und Förderung aus einer Hand? betrachtet.
In der Diskussion der Schule von morgen kam die Frage
nach der Lebensqualität in der Schule, der Schulorganisation,
der Schularchitektur, den Ausstattungs- und Medienangeboten
in der Schule auf.
Die Zusammenarbeit in einer heterogenen Personalstruktur
wurde als ein wesentlicher Baustein in die Überlegungen
eingebaut.
Fachangebote, therapeutische Fragestellungen und unterrichtliche
Qualitäten sollten im Interesse eines Synergieeffektes
verknüpft werden.
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